Satzung des „VARIUS Berlin – Vogelzüchter und –liebhaber“ e.V. 1989

§1 Name und Sitz des Vereins

 Der Verein führt den Namen „VARIUS Berlin, Vogelzüchter und –liebhaber“ e.V. Die Geschäftsstelle ist identisch mit der Adresse des amtierenden 1. Vorsitzenden. Mit der vorliegenden Satzung beantragt der Verein die Aufnahme in das Vereinsregister. Der Name VARIUS ist aus dem Lateinischen entnommen, er bedeutet in der deutschen Übersetzung bunt, vielfältig. Der Sitz des Vereins ist Berlin.

 §2 Zweck des Vereins

 Die Vereinsmitglieder verpflichten sich, die von ihnen gehaltenen Arten nachzuzüchten oder dies in all ihren Bestrebungen zu versuchen. Eine artgerechte Haltung unter Berücksichtigung der individuellen Platzverhältnisse der Halter ist ebenso anzustreben.

 Der Verein verpflichtet sich zur Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der Möglichkeiten des „VARIUS“ e.V. sollten die Probleme, aber auch die Möglichkeiten der privaten Vogelzucht aufgezeigt werden.

 Der Verein verpflichtet sich zu einer in seinem Rahmen möglichen Unterstützung von ornithologischen Projekten. Diese sollten einen arterhaltenden Charakter haben und in Form von Zuchthilfen in jedweder Form durchgeführt werden.

 §3 Erwerb der Mitgliedschaft

 Mitglieder können nur Einzelpersonen werden. Die Mitgliedschaft wird mittels eines schriftlichen Antrags erworben, über den die Mitgliedschaft auf der dem Antrag folgenden Sitzung abstimmt. Die Mitgliedschaft gilt als erworben, wenn die Abstimmung eine einfache Mehrheit ergibt und die zu entrichtende Monatsbeitragssumme sowie die von der Hauptversammlung festgelegte Aufnahmegebühr entrichtet worden sind.

 Der Verein unterscheidet zwei Formen von Mitgliedschaft: 

  1. Die aktive Mitgliedschaft,
  2. die passive Mitgliedschaft.

 Zu 1) Die aktive Mitgliedschaft garantiert, alle auf der Hauptversammlung festgelegten Vereinsleistungen in Anspruch nehmen zu können. Der Vereinsbeitrag wird von der jährlich stattfindenden Hauptversammlung festgelegt.

 Zu 2) Die passive Mitgliedschaft wurde für den Personenkreis entwickelt, der aus individuellen Gründen heraus nicht am regulären Vereinsleben teilnehmen kann Der Beitrag ist immer die Hälfte des für Aktiv-Mitglieder festgelegten Betrages. Passivmitglieder sind bei Mitgliederentscheidungen voll stimmberechtigt. Eine Besetzung von Vorstandsämtern durch Passiv-Mitglieder ist nicht möglich. Passiv-Mitglieder werden in der Mitgliederliste des Vereins aufgenommen und erhalten etwa erscheinende Vereinsbriefe. Weitere Ansprüche an die von der Hauptversammlung festgelegten Vereinsleistungen bestehen nicht.

 §4 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod, dem Austritt oder dem Ausschluss des Mitgliedes. Die Kündigung muss bis spätestens 30. September des laufenden Jahres beim geschäftsführenden Vorstand in schriftlicher Form eingegangen sein.

Mitglieder, deren Beiträge des laufenden Jahres noch offen stehen, können nach einer einmaligen Anmahnung ausgeschlossen werden. Der Verein behält sich den Einzug der noch offenstehenden Beiträge vor. Forderungen, die aus kurzfristigen sozialen Notlagen heraus nicht sofort beglichen werden können, können unter de Einwilligung des geschäftsführenden Vorstandes gestundet werden. Das Mitglied hat den entsprechenden Antrag in schriftlicher Form an den Vorstand zu stellen.

Der Ausschluss aus anderen Gründen heraus erfolgt durch einen Mitgliederbeschluss der Mitgliedschaft. Dies geschieht, wenn ein Mitglied gegen die Vereinsziele verstößt oder durch gravierendes Fehlverhalten dem Ansehen des Vereins schadet.

 Für den noch nicht volljährigen Personenkreis gilt für den Ein- und den Austritt die Notwendigkeit einer schriftlichen Einverständniserklärung der/des Erziehungsberechtigten.

 §5 Vereinsleistungen

 Der Verein führt allmonatlich eine Sitzung durch. Die Sitzung dient der Vertiefung des Wissens sowie der Auseinandersetzung mit unseren Aufgaben. Lichtbildervorträge, Filme, Referate sowie Diskussionen bilden die Grundlage der Sitzung.

 Der Verein führt alljährlich eine Zuchtleistungsschau durch, deren Teilnahme für alle Mitglieder kostenfrei ist. Die Teilnahme an diese Schau ist nur Mitgliedern gestattet, Gäste bedürfen der Ausnahmeregelung des amtierenden Vorstandes. Ziel dieser Schau ist eine Kontrolle der Zuchtqualität.

 Jährlich ehrt der Verein die herausragendsten Zuchtleistungen in den einzelnen Sparten. Dies erfolgt unter dem Gesichtspunkt der Seltenheit sowie unter dem Aspekt der Arterhaltung besonders gefährdeter Arten, die schwer nachzüchtbar sind. Die Ehrung sollte den Charakter der besten Jahresleistung klar erkennen lassen.

 §6 Beiträge

 Die Höhe des Beitrages wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Zahlung erfolgt monatlich, bei Neumitgliedern ist gleichzeitig die ebenfalls von der Hauptversammlung festgelegte Eintrittsgebühr zu entrichten.

 Über Stundung und Erlass von noch außenstehenden Beiträgen entscheidet der geschäftsführende Vorstand. Ein Antrag auf Stundung hat schriftlich zu erfolgen. Die Entscheidung des Vorstandes ist unanfechtbar.

 §7 Geschäftsjahr

 Das Geschäftsjahr ist das laufende Kalenderjahr.

 §8 Vorstand

 Der Vorstand des „VARIUS“ e.V. vertritt den Verein in allen gerichtlichen und außergerichtlichen Belangen. Vorstand im Sinne von §26 BGB ist der 1. Vorsitzende.

 Der geschäftsführende Vorstand setzt sich aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer sowie dem Kassierer und dem Zuchtwart  zusammen.

 Alle Vorstandsmitglieder sind gleichermaßen stimmberechtigt. Vorstandsentscheidungen finden ihre Gültigkeit bei einer einfachen Mehrheit. Im Fall der Stimmengleichheit bei zu treffenden Vorstandsentscheidungen ist die Entscheidung des von der Hauptversammlung gewählten 1. Vorsitzenden bindend.

 Nur Aktiv-Mitglieder können Vorstandsposten bekleiden.

 Die Mitglieder des Vorstandes werden von den Mitgliedern auf der im ersten Drittel des Jahres stattfindenden Hauptversammlung in einer geheimen Wahl auf zwei Jahre gewählt. Für die Wahlbestätigung ist eine einfache Mehrheit der Hauptversammlung notwendig.

 Der Vorstand ist verantwortlich für die Geschäfte des laufenden Jahres. Die Entlastung erfolgt auf der Hauptversammlung durch die Mitgliederabstimmung.

 Ein Mitglied kann nicht mehrere Vorstandsposten des Vereins gleichzeitig besetzen.

 Scheidet ein Mitglied des Vorstandes außerhalb eines Wahlvorganges aus, so bestimmt der geschäftsführende Vorstand einen Vertreter bis zum Zeitpunkt der nächsten Hauptversammlung.

 §9 Geschäftsführung des Vorstandes.

 Der Vorstand wird alle zwei Jahre gewählt.

 Der Vorstand führt seine Geschäfte ehrenamtlich. Unkostenbeiträge können ggf. mit der Zustimmung der Mitgliedschaft erstattet werden. Sonderzuwendungen werden auf der Hauptversammlung zur Abstimmung gebracht.

 Die Geschäftsstelle ist identisch mit der jeweiligen Adresse des 1. Vorsitzenden.

Vom Vorstand beschlossene Ausgaben über den Betrag von 500 DM hinaus bedürfen der Zustimmung der Mitgliedschaft.

 Vom Vorstand getätigte Ausgaben sind sämtlichst mit Quittungen zu belegen, die neben der Höhe des Betrages und dem Verwendungszweck auch die Unterschrift mindestens drei der geschäftsführenden Vorstandsmitglieder tragen muss.

 §10 Vereinszeichen

Das Vereinszeichen ist ein Plattschweifsittich, der vom kompletten Namenszug des Vereins umgeben wird. Das Vereinszeichen darf nicht ohne Zustimmung des Vorstandes von Einzelmitgliedern verwendet werden. Der im Namenszug des Vereins enthaltene Begriff „VARIUS“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in der deutschen Übersetzung bunt und vielfältig.

 §11 Hauptversammlung

 Eine ordentliche Hauptversammlung findet jährlich im ersten Quartal des Jahres statt. Tagungsort und Zeitpunkt sowie die zu erörternde Tagungsthematik werden in schriftlicher Form bekannt gegeben. Die geschieht spätestens einen Monat vor der entsprechenden Hauptversammlung.

 Die in der Hauptversammlung stattfindende Vorstandswahl findet grundsätzlich mittels geheimer Wahl statt.

 Die Hauptversammlung hat sich streng an die bekannt gegebene Tagesordnung zu halten.

 Die Anträge an die Hauptversammlung müssen rechtzeitig gestellt worden sein. Der Vorstand muss sie mindestens einen Monat vor der entsprechenden Hauptversammlung den Mitgliedern in schriftlicher Form mitgeteilt haben.

 Wenn das Interesse des Vereins es erfordert, wird eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dies geschieht durch Antragstellung mindestens der Hälfte der Mitglieder oder durch Antragstellung von Dreiviertel des Vorstandes. 

Über die Hauptversammlung und die aus ihr resultierenden Ergebnisse wird ein Protokoll erstellt. Dies ist sowohl vom Protokollanten als auch von allen Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen. Das Protokoll ist zugänglich aufzubewahren.

 §12 Befugnisse der Hauptversammlung

 Satzungsänderungen, Entlastung des geschäftsführenden Vorstandes, Wahl des Gesamtvorstandes, Genehmigung des Kassenberichtes, Genehmigung des Berichtes der Kassenprüfer, Höhe des Jahresbeitrages, Ernennung von Ehrenmitgliedern, Wahl von zwei Kassenprüfern, Wahl des Ehrenrates.

 Eine Änderung der Satzung ist unzulässig, wenn dadurch die Gemeinnützigkeit des Vereins beeinträchtigt werden würde.

 Satzungsänderungen bedürfen der Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitgliedschaft und müssen mindestens einen Monat vor der Hauptversammlung bekannt gegeben werden.

 §13 Ehrenrat

 Der Ehrenrat besteht aus Personen, die möglichst langjährige Mitglieder sind oder sich in anderer Form gravierend zum Wohl des Vereins hervortaten. Ehrenratsmitglieder dürfen keine Vorstandsposten bekleiden. Der Ehrenrat gehört nicht dem Vorstand des Vereins an. Er hat keinen Einfluss auf die Geschäftsführung des Vorstandes. Hauptaufgabe des Ehrenrates ist es, bei Streitigkeiten schlichtend zu wirken. Der Ehrenrat tritt auf Wunsch eines oder mehrerer Mitglieder zusammen, desgleichen kann der Ehrenrat auch vom Vorstand einberufen werden. Eventuell durch die Schlichtung entstandene Kosten können nach geeigneter Antragstellung erstattet werden.

 §14 Auflösung des Vereins

 Der Verein kann durch den Beschluss auf einer ordentlichen Hauptversammlung durch eine Mitgliederabstimmung und der zusätzlich notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit aufgelöst werden. Der Antrag auf Auflösung hat spätestens einen Monat vorher den Mitgliedern bekannt zu sein.

 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt sein Vermögen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung zur Unterstützung von Arterhaltungszuchtprogramme für vom Aussterben bedrohter Vogelarten.

 Satzung erstellt am 09. November 1989.

Geändert in §§ 1 und 11 am 08.Februar 1990.

Geändert in §§ 8,9 und 14 am 11. März 1999.

Geändert in § 14 am 13. Januar 2000.

Stand: 2011-08-26

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